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Schwitzhütten-Feuerhüter-Erfahrungsbericht von Lisa

Aktualisiert: 1. Jan.

Eigentlich fuhr ich mit der Intension zum Guidohof in der Schwitzhütte loszulassen, mich hinzugeben in Großmutter Erde´s Schoß und wieder ein Stück mehr Vertrauen zu schöpfen. Doch als Dirk vom Hüten des Feuers erzählte, wuchs in mir der Drang diese Aufgabe zu übernehmen.


Mit mir meldete sich zu dieser Aufgabe Patrick, der Mann, der mir direkt gegenübersaß. Auf dem Weg zur Hütte, erzählte er mir, dass auch er mit einer anderen Absicht hergekommen war. Ich fühlte Fragen in mir aufsteigen:


  • „Wie geht das überhaupt zu zweit?“

  • „Werde ich es schaffen, nicht alles im Alleingang tun zu wollen, nur weil er noch nie das Feuer gehütet hat?“

  • „Werde ich überhaupt eine Erkenntnis erlangen?“


Diese Gedanken begleiteten mich bis zum Beginn der Zeremonie.

 

Es war berührend, wie bewusst Patrick das errichtete Schichtfeuer sah und seinen Stolz ausdrückte – so bewusst hatte ich es noch gar nicht betrachtet, sondern war mehr im "männlichen Schaffen“ versunken. Patrick, der mir zuvor noch erzählte, dass er sich mehr männliche Energie in sich wünschte, ließ genau in diesem Moment der Zeit seine weiblichen Kräfte in sich fließen und so begann unser Tanz.


Immer wieder umkreisten wir uns im Wechsel weiblicher und männlicher Energie. Während ich ihn zu Beginn noch anleitete, um ihm Sicherheit zu schenken, ließ er sich darauf ein und vertraute. So wuchs letztlich auch seine innere Sicherheit und ich ließ mich auf einem Baumstumpf sitzend in mein Innerstes gleiten. In Stille und sanfter, einfühlsamer Stärke fühlte ich mich gehalten und vertraute seiner männlichen Energie, die nun spürbar war und mit der er sich um das Feuer kümmerte.



Im Still werden, Lauschen und Spüren, entdeckte ich so viel Neues – besonders die Erinnerung, dass ich die Schöpferin meiner Realität bin. Bei einigen Partnern konnte ich genau diese männlich-hütende Energie nicht spüren, da ich nicht bereit war zu vertrauen und mich hinzugeben.


Ich bewertete diese ruhige, besonnene und sanfte Stärke als "weiblich“ und erlaubte mir selbst nicht, mich fallen zu lassen. Ich erlaubte mir selbst nicht, in meiner Weiblichkeit zu erblühen und so gab es für mein Gegenüber gar keine Chance seine männlichen Qualitäten zu erforschen. Vielleicht kam auch manchmal hinzu, dass mein Gegenüber selbst gar nicht in diese haltende Position wollte. Doch dies ist nur ein Nebengedanke, da mir dennoch einmal mehr bewusstwurde, wie viel doch in meinen eigenen Händen liegt.

 

„Alles ist immer Medizin, denn wir können unseren freien Willen nutzen, um uns in jeder Situation für das Licht zu entscheiden.“ – Gottfried Sumser

 

Der Austausch und das Wirken in Leichtigkeit mit Patrick berühren mich noch immer sehr und ich bin sehr dankbar diese Erfahrung durch und mit ihm gemacht zu haben. Es war wie der Tanz der Flammen um das Holz – nur in balancierter Harmonie wächst ein nährendes Feuer. Diese Harmonie mit Patrick war auch innere Heilung zu meinen letzten Erfahrungen mit Männern und gleichzeitiges Lernen, das auch hierbei immer mein Anteil strömt.


Das Hüten des Feuers ließ mich wieder eins mit mir werden. Das "für Andere wirken“, Hüten, Halten, "Spüren, was es braucht“, führt mich immer wieder zurück ins Hier und Jetzt, in mein Herz. Wenn ich aus meinem Herzen heraus wirke und meiner Seele Ruf folge, führt es mich direkt aus meinem in Selbstmitleid-ertrunkenen Ego und ich heile.


Danke Patrick. Danke Seelen in der Schwitzhütte. Danke Feuer. Danke Wakan Tanka.


Und danke an Lisa für diesen Schwitzhütten Erfahrungsbericht von Feuerhüter Lisa.







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